Was ist denn ein „Toter Winkel“

Verkehrserziehung an der Mittelschule / Fa. Astl zeigt 5.Klässlern die Gefahren auf

Jedes Jahr verunglücken Kinder tödlich im Straßenverkehr, weil sie von einem rechts abbiegenden LKW oder Bus überfahren werden. Diese Kinder befinden sich im sogenannten Toten Winkel. Die LKW- und Busfahrer können sie nicht sehen, obwohl sie große Außenspiegel besitzen.

Diese Erfahrung durften die Mädchen und Buben der 5. Klasse der Mittelschule Kiefersfelden in einer besonderen Unterrichtsstunde zum Thema Verkehrserziehung machen. Auf Initiative des Sicherheitsbeauftragten und Klassenlehrers Herbert Mairhofer führte das Busunternehmen Astl aus Oberaudorf die Schulung der Kinder durch.

Anhand des Schulbusses, den Christoph Schmid mitbrachte, erfuhren die Kinder:

  • Jedes Gefährt hat vier Tote Winkel.
  • Auf der rechten Seite ist nicht der einzige Tote Winkel, der eine Gefahr für Fußgänger und Zweiradfahrer darstellt.

Dies ließ sich am Schulbus anschaulich zeigen, indem die Schüler auf dem Fahrersitz Platz nehmen duften. Das Lernziel lautete hier: Nach dem Aussteigen zuerst den Bus wegfahren lassen und dann die Straße überqueren! Auch der Tote Winkel hinter Fahrzeugen, wenn sie rückwärtsfahren, fordert immer wieder Opfer, beispielsweise auf Parkplätzen, an Haltestellen oder in der Landwirtschaft, wusste Christoph Schmid zu berichten.

Zwischen der Sicht durch das Fenster und dem Blickfeld der Spiegel befindet sich jedoch eine Fläche, welche die Form eines großen Dreiecks hat. Alles, was sich in diesem Raum befindet, kann vom Fahrer nicht gesehen werden, wenn er keine zusätzlichen Hilfsmittel wie zum Beispiel Extra-Spiegel hat. Dass darin eine komplette Schulklasse Platz findet, beeindruckte die jungen Verkehrsteilnehmer dann doch. Diesen Bereich zu meiden, ist oft ein lebensrettendes Ziel, ermahnte der Busfahrer die Mädchen und Buben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Christoph Schmid und der Fa. Astl für den anschaulichen und informativen Unterricht.